nachdem wir unser schönes quartier, das wir uns dank der unterstützung durch meinen sponsor BELFOR leisten konnten, bezogen hatten, haben wir dann abends ganz gemütlich die startnummer geholt und uns das dorfkriterium angesehen. wahnsinn, dieser federspiel - macht immer einen riiiesensatz die stufe rauf, wo alle anderen (ok, bis auf zwei oder drei weitere) außen herum fahren ... für den könnte die stufe nochmal so hoch sein, unglaublich! und das noch dazu ca. eine stunde lang, wobei jede runde ca 1min 15s dauert, also mindestens 45mal hüpfen!
früh hieß es dann am sonntag aus den federn, denn der rennstart war schon für 08:30 uhr angesetzt. ich bin das zeitige aufstehen sowieso von der arbeit gewöhnt, da ist es ja noch früher, und angesichts der hitze am späteren tag war das nur von vorteil. bis auf einen kleinen zwischenfall bei der neutralisierten startrunde ging das rennen ganz gut los, gleich mal ordentlich die berge rauf - und dann nahm das unglück seinen lauf:
was noch nicht körperlich, aber seelisch wehtat: ich habe meine kitzalpbike-trinkflasche verloren! sie war schon leer, und ich wollte sie vor der labe wegstecken - und plötzlich war sie ganz weg *schluchz* das war einfach eine schöne erinnerung, an den sieg über mich selbst ... dann wurde es wirklich schmerzhaft, ich habe mich nämlich gleich bei der ersten abfahrt in diesen verflixten geschotterten kurven ordentlich hingelegt. hab wiedermal schön mit dem ellbogen gebremst, habs diesmal aber gleichmäßiger verteilt, von der schulter, die seite runter, hüfte, oberschenkel, knie, bis zum wadl :-/ außerdem dürfte ich etwas unsanft mit dem kopf runtergeditscht sein, der hat nämlich nachher etwas gedröhnt, und über nacht hat sich ein nettes schleudertrauma entwickelt. gottseidank is nur der helm hin (glaub ich), und nicht mein kopf! darum an dieser stelle wiedermal der appell: immer brav mit helm fahren! und vielen dank an die beiden lieben mitradler, die gleich stehengeblieben sind und sich um mich gekümmert haben :-)
ich bin dann trotzdem weitergefahren, war hinterher auch gar nicht so schlecht, weil mein brennender ellbogen hat mich am zweiten berg von der glühenden sonne abgelenkt. der erste teil der strecke führte nämlich schön durch den wald und noch dazu auf der schattenseite, was sich aber nach der abfahrt ins tal schnell geändert hat. drüben fuhren wir dann schön in der sonne, keine schützenden bäume mehr ringsum, das war dann schon mühsam. die zweite abfahrt war dafür dann sehr nett, single trail im wald, super zu fahren.
wieder eine kleine federspiel-anekdote, die mir erzählt wurde: der trail führte einmal quer über ein hindernis, ein beton-wasserrohr oder ein kleiner steg, kann mich nicht mehr genau erinnern - angeblich ist der flotte hüpfer auch hier drübergesprungen, aber komplett, per bunny hop! tja, unsereins steigt halt ab, hebt das radl drüber und steigt dann wieder auf ...
abschließend, gottseidank erst auf den letzten paar hundert metern, ereilte mich dann noch der erste reifendefekt während eines rennens. ich habe keine ahnung, was wo wie passiert sein könnte, auf jeden fall hat plötzlich mein radl angefangen zu eiern, und siehe da, vorne war die luft raus. selbst wenn ich ersatzmaterial mitgehabt hätte, hätte ich nicht mehr gewechselt, weil das ziel schon in hörweite war, also hab ich das radl geschnappt und mich im laufschritt richtung ziel bewegt. wenigstens macht sich so das lauftraining endlich auch mal bezahlt :-)
das angenehme ende dieser tour de force: der dritte platz in meiner ak, mit "normalem" abstand zur zweiten, trotz unfall und panne, und das erste preisgeld meines lebens, weil ich insgesamt den vierten platz auf der medium-distanz erreicht habe. übrigens noch ein danke an die veranstalter für meinen preis, eine tolle speckjause - die haben wir auf der laaangen heimfahrt im unwetter verspeist, war äußerst lecker!
jetzt heißts nur mehr möglichst schnell fit werden für die wm in drei wochen... achja, hab ich schon erwähnt, daß ich am nächsten wochenende heiraten werde? ;-)


trotz der hitze und weiteren nachwehen vom vorhergehenden freitag, dem 13., ist dieses rennen für mich sehr gut gelaufen. den ersten berg konnte ich locker-flockig bezwingen, auch die kuh, die bei einem kurzen bergab-stück plötzlich in einer kurve vor mir stand, hat mich nicht aufgehalten. leider ist mir meine trinkflasche kurz nach der übergabe am AP beim downhill abhanden gekommen, sodaß ich bis zur übernachsten labe - weil ich bei der darauffolgenden nix bekommen habe - "trocken" weiterfahren mußte. außerdem hat mir ein defekt am werfer dazwischengefunkt, ich konnte nicht mehr auf das kleine kettenblatt runterschalten, was am berg dann doch nicht so fein ist.
mein dank gilt an dieser stelle aber unbekannterweise dem netten rennkollegen (slowene o.ä.?), der mir, zwar erfolglos, aber sehr nett versucht hat, zu helfen. ebenfalls ein riesen dankeschön an denjenigen, der beim zweiten downhill bei meinem köpfler über die böschung zumindest mein radl festgehalten hat ;-) und last, but not least, natürlich ein dickes bussi an meinen schatz für chauffeur-, trinkflaschenbring-, foto-, anfeuerungs-, radlputz-, sachentrag- und ansudernlass-dienste *schmatz*

ich habe heute erfolgreich meinen ersten wettkampf absolviert. mit dem grimming mtb marathon hab ich mir - wegen der zachen steilstrecke auf den kulm - wohl nicht den idealen bewerb für mein renndebüt ausgesucht, aber toll war's schon. schönes (heißes) wetter, super stimmung, tolle organisation - und mit dem 3. platz in meiner altersklasse auch ein erfreuliches ergebnis :-) wer weiß, was für ein platz drin gewesen wäre, wenn ich nicht durch einen kleinen umfaller *hüstel* und ein kettenproblem ein paar mitstreiter(inne)n den vortritt hätte lassen müssen :-/ ich freu mich schon auf meinen nächsten bewerb, die salzkammergut trophy in bad goisern in einem monat!